Firmenbesichtigungen
In den letzten Wochen hatten wir die Möglichkeit an drei Firmenbesichtigungen teilzunehmen. Besichtigt wurden unter Anderem MRB Automation, ConSens und das IMMS.
Die Firmen beschäftigen sich mit dem Sondermaschinenbau, der Sensortechnik und der Mikroelektronik. Natürlich interessieren sich nicht alle gleichermaßen für diese Themengebiete, aber alles in allem war es sehr interessant und aufschlussreich, denn dadurch konnten wir einen Eindruck gewinnen, wozu man die theoretischen Sachen, die wir lernen, gebrauchen kann.


// Marit
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Wundertüten, qualmende Lötkolben und fliegender Span
Es ist soweit! Der Roboter, unser AMT (Autonomer-Miniatur-Transporter), beginnt zu wachsen!
In den beiden vergangenen Wochen haben wir unsere „Wundertüten“ mit den nötigen Aluminiumplatten, die als Chassis, also als Grundplatte für das Fahrzeug dienen, sowie die Motoren erhalten. 
An den praktischen Montagen, die ja für die Basic Engineering School obligatorisch sind, haben die Gruppen Arbeitszeiten für die Werkstätten zugewiesen bekommen. Dieses Mal läuft das Ganze auch zu einer etwas humaneren Zeit ab, als zu Zeiten des Praktikums, als es noch dunkel war und man sich aus dem Bett quälen musste.
Nach einem Tag in der Werkstatt lässt sich schon gut erkennen, was das Geschaffene einmal für eine Form annehmen soll. Nebenbei bemerkt ist es auch ein ziemlich tolles Gefühl zu sehen, wie das geplante am PC und auf dem Papier zu etwas echtem, greifbarem wird. 
Aber nicht nur die Karosserie nimmt Form an. Nachdem der analoge Teil der Steuerung von den meisten Gruppe bereits fertig zusammengelötet wurde, gab es heute wieder „Wundertüten“ mit den Bauteilen der digitalen Platine. 
In diesen Teil der Schaltung wird später ein sogenannter CPLD (Complex Programmable Logic Device) eingesetzt. Der funktioniert in etwa wie ein Speicher und eine Recheneinheit zu gleich und wird später von uns mithilfe einer Automatenlogik programmiert werden.
Der Aufbau der Digitalplatine sollte dann noch einige Überraschungen für uns bereithalten. 

Leider hat unser Informatik Dozent die Lötanleitung etwas ungeschickt formuliert, was bei dem Einen oder Anderen für Frustration gesorgt hat. So musste er oder sie leider den Großteil der bereits verlöteten LEDs wieder ausbauen (die Platine hat insgesamt 24 Stück davon), was alles andere als leicht ging und meist mit dem Tod der LED endete.
//Hendrik
Was bisher geschah…
Hallo lieber Leser des STARTing-Blogs!
Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Wir sind Marit und Hendrik und sind beide Teilnehmer der Basic Engineering School (BES) des Wintersemesters 2012/13. Wir möchten diesen Blog als Plattform nutzen, um Dir einen etwas persönlicheren Eindruck der Basic School zu vermitteln, und Dich über diesen Versuch der Studieneinführungsphase informieren.
Du hast sicherlich schon einiges hier gelesen, was die BES angeht und kannst Dir möglicherweise vorstellen was Dich als zukünftiger Student erwarten könnte.
Damit Deine Vorstellung eine etwas genauere Form annehmen kann, möchten wir Dir gern erzählen, was wir in der 1. Hälfte der BES gemacht haben.
Alles begann am 3. August 2012, als alle Bewerber der Basic School zu einem Informationstag in Ilmenau eingeladen waren. Jeder der Teilnehmer zeigte durch sein Kommen Interesse an dem Projekt und verbesserte seine Chance dabei mitmachen zu können, erheblich. Neben einer Informationsveranstaltung und Führungen durch die Labore der TU lag das Hauptmerkmal des Tages auf einem Kompetenztest. Da sich darunter keiner von uns etwas vorstellen konnte waren wir entsprechend gespannt was uns erwarten wird. Um Dir die Angst davor zu nehmen: Man kann dabei nichts “falsch” und “richtig” machen, sondern muss »sehr« spontan ziemlich genau 60 Minuten lang Fragen zur persönlichen Einschätzung und Problemlösungen ankreuzen. (Den Test machen die normalen Studienanfänger auch, nur etwa 2-3 Monate später als wir.)
Nach einem insgesamt interessanten und informativen Tag ging es dann erst einmal wieder nach Hause und es hieß warten auf die Ergebnisse. Wer wird wohl bei der Basic Engineering School dabei sein? Wen würden wir in etwa einem Monat wiedersehen?
Für die Studenten, die in die Basic Engineering School aufgenommen wurden, ging es dann im September endlich los (Einen Monat früher als für die anderen Studenten).
Gleich am ersten Tag wurden wir mit neuen Eindrücken, Informationen und reichlich Terminen überhäuft. Dabei bekam jeder von uns einen eigenen speziell für uns gefüllten Ordner mit dem “Erstsemester-ABC”, der uns alle notwendigen Infos förmlich auf dem Silbertablett servierte und uns damit massiv geholfen hat.
In den ersten fünf Wochen, also im September, gab es kaum Vorlesungen, da wir hauptsächlich in den Werkstätten gearbeitet hatten und gelernt haben, wie man dreht, fräst und bohrt. In kleinen Gruppen wurden wir dazu verschiedenen Werkstätten zugeteilt und fertigten nach Zeichnungen und mit Hilfe unserer Betreuer mehrere Bauteile wie Gewindeplatten, Wellen und Räder für unseren Roboter an. Da vorher die meisten noch nie mit solchen Maschinen gearbeitet hatten, gab es hier und da ein paar Problemen, die sich aber dank der Betreuer schnell beheben ließen, so dass alle Studenten etwas Schönes mit nach Hause nehmen konnten. Durch das Praktikum haben wir auch zu schätzen gelernt, wie viel Arbeit so ein kleines Stück Aluminium machen kann und wie genau man wirklich arbeiten muss, damit nachher alles flutscht und sich richtig dreht.
Weil in den Werkstätten akuter Platzmangel herrschte, hatten manche unter Umständen einige Tage hintereinander frei, was ihnen die Möglichkeit gab, sich näher kennen zu lernen, und kleine Ausflüge wie z.B. zur Sommerrodelbahn zu unternehmen.
Die Arbeit in den Werkstätten war allerdings nicht das einzige, was wir im September zu tun hatten. Neben ein paar Mathe- und Physik-Vorlesungen beschäftigten wir uns viel mit dem technischen Zeichnen. In der Modellaufnahme konnten wir dann zeigen, was wir in den Vorlesungen gelernt hatten. Die Aufgabe bestand darin, einen Prismentisch auseinander zu nehmen und in einer Gruppe verschiedene Zeichnungen von Einzelteilen und Baugruppen anzufertigen, die anschließend bewertet wurden.
Kaum hatte man sich versehen, war der September schon wieder vorbei und das Semester begann nun auch für die anderen Studenten und zwar mit einer unterhaltsamen Erstiwoche. Die Tage waren von morgens bis abends gefüllt und man konnte endlich Kontakte zu den „normalen“ Studenten beim Kennenlernen-Grillen, der Clubrotation, der Kickelhanwanderung oder der Stadt-Rally knüpfen. Die feierliche Immatrikulation war dann der Abschluss der ersten Etappe.
Ab Oktober ging es dann neben den Vorlesungen mit praktischen Dingen weiter. Der Montag ist in der Basic School dafür fest im Stundenplan verankert. Jeden Montag befassen wir uns mit Löten, Versuchen zur Elektrotechnik und natürlich dem Großprojekt der Basic School: Dem Bau des Roboters. In kleinen Gruppen soll ein AMT, ein “Autonomer-Miniatur-Transporter“ entworfen und gebaut werden. Doch was ist ein AMT? Ein Gefährt mit drei Rädern, das eine programmierbare Strecke abfährt, Kreuzungen erkennt, entsprechend abbiegt und dabei noch 500g Last tragen kann. Im Dezember standen dann die Rahmenbedingungen zum AMT fest und wir konnten mit den Planungen und der Konstruktion des Fahrzeugs anfangen, denn bis zum Ende des 1. Semesters mussten alle Zeichensätze des AMT fertig sein.
Bei der Gestaltung des AMTs hatten wir außer einigen Vorgaben, wie der maximalen Größe und der Verwendung der bereits in den Werkstätten gefertigten Räder keinerlei Einschränkungen und durften unsere Konstruktionsfähigkeiten trainieren und beweisen.
Im Dialog mit unseren Betreuern haben wir dann die Ansätze und Vorschläge unserer Gruppe diskutiert und wurden auf mögliche Probleme von erfahrenen Ingenieuren hingewiesen.
